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Tunnelportale


Bilder der Strecke: 2819 (KBS 434 / KBS 240)

1 Tunnel (2.200 Meter)Goldberg 

Hagen Hbf - Hagen-Oberhagen [- Brügge/Westfalen - Gummersbach - Dieringhausen (2810)]

Goldberg-Tunnel  [HA]  (NW)

Nordwestportal des Goldberg-Tunnels (Foto: Fulbert)

Länge:
2.200 Meter

Streckenteil:
Hagen Hbf -
Hagen-Oberhagen

Lfd-Nr, Direktion:
42, Esn-032

Seite/Quadrant:
139 A
143 A1

bei km:
1,6 - 3,8

Südportal des Goldberg-Tunnels (Foto: Uwe Busch)
Nordwestportal, vom Hauptbahnhof Hagen (April 2005)
(Foto: Fulbert, CC-Lizenz, zum Originalbild)
  Südportal, vom Haltepunkt Hagen-Oberhagen
(November 1997) (Foto: Uwe Busch)
 
Zwischen dem Nordwestportal des Goldberg-Tunnels und dem Hauptbahnhof Hagen gibt es, unweit des S-Bahn-Haltepunkts Hagen-Wehringhausen der Strecke 2423 gelegen, einen etwa 60 Meter langen Tunnel, in dem die Strecke 2550 und die an der Abzweigstelle Hagen-Rehsiepen beginnende Strecke 2811 zum Güterbahnhof Hagen unterquert werden, wie hier zu erkennen ist.

Geschichte:

Der Goldbergtunnel unter dem Gelände der Großstadt Hagen in Westfalen bietet ein schönes Beispiel für einen Stadttunnel; mit 2.200 Metern nimmt er unter den längsten Eisenbahntunneln die 10. Stelle, ohne Berücksichtigung der Neubaustrecken, ein. Etwa drei Minuten dauert die Fahrt durch den Tunnel, wobei diese fast genau unter dem Eugen-Richter- und dem Bismarkturm durchführt. Der Durchstich befindet sich im Zuge der Volmetalbahn, die auch dem Eisenbahnverkehr zwischen Hagen und Köln über Meinerzhagen und Marienheide dient(e); diese Strecke wurde auch von Eilzügen befahren.

In den Übergangszeiten des Jahres oder auch in den frühen Morgenstunden, wenn die Abteile bei nicht klimatisierten Wagen mit der kühlen Außenluft des Volmetals angefüllt sind, beschlagen nicht selten die Glasscheiben von außen, da die Luft im Tunnelinnern bedeutend wärmer ist.

Der Goldbergtunnel wurde verhältnismäßig spät in einer Zeit gebaut, da bei der damaligen Deutschen Reichsbahn die Tunneldurchstiche im großen und ganzen als abgeschlossen galten. Die Volmetalbahn war denn ursprünglich auch ohne den Goldbergtunnel geplant und ausgeführt worden, verlief also mitten durch die Stadt. Die Gleise überquerten die verkehrsreiche Schwenke, verleifen unterhalb der Wilhelmstraße in der Nachbarschaft der Federnfabrik Grüber, kreuzten die Goldbergstraße und erhielten sodann Anschluß an das Schienennetz des Oberhagener Bahnhofs. Man stelle sich heute den Verkehrsstau vor den diversen Bahnübergängen vor.

Über die Arbeiten im Goldbergmassiv ist in den Akten des Hagener Bahnbetriebsamtes folgende Notizen vorhanden: Der Tunnel ist vom 14. November 1906 bis zum 1. Juli 1910 nach der belgischen Tunnelbauweise gebaut worden. Von km 1,8 + 40,90 bis 1,8 + 80,90 wurde ein Tongang aus weichem, weißem Material durchfahren, so daß hier Sohlengewölbe ausgeführt werden mußten. In der Mitte des Tunnels wurde ein Sohlenkanal mit Gefälle, entsprechend dem Tunnelgefälle, nach beiden Seiten hin ausgeführt.
Zur Unterbringung der Kabelleitungen ist an der Seite ein gemauerter und mit Steinplatten abgedeckter Kanal in Höhe der Schienen angelegt worden.
Abgesehen von einem Zwischenfall ("Eingestürzt am 14.2.1910") sind die Tunnelarbeiten ohne besondere Vorkommnisse verlaufen.
Quelle dieses Textes:
Buch Tunnel in Deutschland von Irmfried Siedentop,
erschienen im Orell Füssli Verlag Zürich, 1980

Landkarte:

Hagen Hbf - Hagen-Oberhagen [- Brügge/Westfalen - Gummersbach - Dieringhausen]

Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958

Hinweis:

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