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Tunnelportale


Bilder der Straßenbahnstrecke 80002: (Stillgelegt / Linie III / Linien 12, 18, 32, 33, 40, 42, 43, 44, 53, 54 und 55)

1 Tunnel (123 / 187 Meter)Linden 

Südliche Berliner Vorortbahn (SBV) / Große Berliner Straßenbahn (GBS)

Lindentunnel  [B]  (B)

Nordportal des Linden-Tunnels

Länge:
123 bzw. 187 Meter

Streckenteil:
Stadt Berlin

Lfd-Nr, Direktion:
4010, GBS-02

Seite/Quadrant:
125 D Nicht eingezeichnet
129 C3 Nicht eingezeichnet

bei km:
?

Verzweigung des 4-gleisigen Lindentunnels zwei 2-gleisige Röhren
Nordportal, von Haltestelle Dorotheenstraße   Verzweigung in zwei 2-gleisige Röhren
 
Südwestportal des Linden-Tunnels (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-S93383 / Funck, Heinz / CC-BY-SA) Blick von oben
bei Google Maps
Südostportal des Linden-Tunnels
Südwestportal, von Haltestelle Markgrafenstraße
(02/1950) (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-S93383 / Funck, Heinz / CC-BY-SA)
  Südostportal, von Haltestelle Französische Straße

Geschichte:

Der Lindentunnel ist ein inzwischen teilweise zugeschütteter Tunnel unter der Straße Unter den Linden in Berlin-Mitte. Er diente ursprünglich der Straßenbahn als Unterführung des Boulevards.

Der Straßenbahntunnel wurde zwischen 1914 und 1916 auf Veranlassung Kaiser Wilhelm II. erbaut, der sich gegen eine Beeinträchtigung des Bildes der Prachtstraße durch oberirdisch kreuzende Straßenbahnen gewehrt hatte. Er begann im Norden an der Dorotheenstraße, führte zwischen Universität und Sing-Akademie zu Berlin, in der sich heute das Maxim-Gorki-Theater befindet, zur Straße Unter den Linden, unter der er sich teilte. Südlich der Linden führte der westliche Zweig zum Platz am Opernhaus, der östliche kam zwischen Staatsoper und Prinzessinnenpalais, dem heutigen Opernpalais, an die Oberfläche.

Der westliche Teil des Tunnels wurde am 17. Dezember 1916 in Betrieb genommen. Folgende Linien benutzten ab diesem Tag den Tunnel:
 
Liste Berliner Elektrische Straßenbahnen AG (BESTAG)
  Liste Linie: Pankow, Damerowstraße Ecke Mendelstraße - Treptow, Graetzstraße Ecke Plesserstraße
  Liste Linie: Buchholz, Kirche - Treptow, Graetzstraße Ecke Plesserstraße
 
Liste Städtische Straßenbahnen Berlin (SSB)
  Liste Ostring
 
Am 19. Dezember 1916 wurde der östliche Teil durch folgende Linien in Betrieb genommen:
 
Liste Große Berliner Straßenbahn (GBS)
  Liste Linie 33: Weißensee, Prenzlauer Promenade - Bahnhof Witzleben
  Liste Linie 40: Gesundbrunnen, Swinemünder Straße Ecke Ramlerstraße - Schöneberg, Eisenacher Straße Ecke Hauptstraße
  Liste Linie 42: Wedding, Seestraße Ecke Amrumer Straße - Kreuzberg, Friesenstraße Ecke Schwiebusser Straße
  Liste Linie 44: Prenzlauer Berg, Schönhauser Allee Ecke Gleimstraße - Tempelhof, Hohenzollernkorso Ecke Deutscher Ring
  Liste Linie 53: Prenzlauer Berg, Danziger Straße Ecke Weißenburger Straße - Rixdorf, Steinmetzstraße
  Liste Linie 54: Prenzlauer Berg, Nordkapstraße Ecke Bornholmer Straße - Siemensstadt, Verwaltungsgebäude
  Liste Linie 55: Prenzlauer Berg, Danziger Straße Ecke Weißenburger Straße - Britz, Rathaus
 
Liste Südliche Berliner Vorortbahn (SBV)
  Liste Linie III: Gesundbrunnen, Swinemünder Straße Ecke Ramlerstraße - Schöneberg, General-Pape-Straße
 
Außerdem führte die GBS ab diesem Tage folgende Linien durch den westlichen Tunnel:
 
Liste Linie 12: Plötzensee - Görlitzer Bahnhof
Liste Linie 18: Siemensstadt, Verwaltungsgebäude - Görlitzer Bahnhof
Liste Linie 32: Reinickendorf, Rathaus - Görlitzer Bahnhof
Liste Linie 43: Wedding, Seestraße Ecke Müllerstraße - Schöneberg, Mühlenstraße
 
Mit 15 Linien (westlicher Tunnel 7, östlicher Tunnel 8) war der Lindentunnel eine stark benutzte Straßenbahnverbindung. Er erreichte für den Nord-Süd-Verkehr allerdings nie die Bedeutung wie der Alexanderplatz oder Potsdamer Platz.

Infolge der Inflation wurden in Berlin am 8. September 1923 alle Straßenbahnlinien eingestellt. Erst am 10. September 1923 wurde der Betrieb wieder aufgenommen. Der westliche Tunnel wurde nie wieder im Linienbetrieb genutzt. Auf dem östlichen Ast wurde der Betrieb wieder aufgenommen. Nachdem der Tunnel im Zweiten Weltkrieg beschädigt wurde, konnte erste am 26. Mai 1950 wieder der Betrieb in dem Lindentunnel mit der Ost-Berliner Linie 46 (Nordend, Straßenbahnhof - Mitte, Dönhoffplatz) aufgenommen werden. Dieser wurde am 2. September 1951 beendet. Seitdem hat dieser Tunnel seine Bedeutung für die Straßenbahn verloren.

In den folgenden Jahren wurde der Tunnel mit den Anbauten der Staatsoper überbaut. Der Magistrat von Berlin baute den Lindentunnel in den siebziger Jahren aus. Die Einfahrt und der Tunnel wurden betoniert, im Tunnel wurde moderne Beleuchtung und eine Notstromanlage installiert, die Wände wurden weiß gestrichen und die Regenwasserpumpen links am Ende der Tunnel überholt. Nach Abschluss der Bauarbeiten diente der Lindentunnel zur Einlagerung der Haupttribüne und der zwei Nebentribünen.

Die Staatsoper beabsichtigte den Lindentunnel als Lager zu nutzen. Nach der Wende wurde der Tunnel für die Öffentlichkeit wiederentdeckt, Ben Wagin nutzte ihn von 1994 bis 1998 für eine Ausstellung. 1999 wurde auch die nördliche Zufahrtsrampe zugeschüttet, es blieb nur noch ein Treppeneinstieg auf dieser Seite. Im Jahr 2000 gab es noch einen »Wiederbelebungsversuch«, der Lindentunnel sollte wieder als Ausstellungsfläche genutzt werden. Initiator für eine Neunutzung des Tunnels als Berlinmuseum war Wieland Giebel. Dieses Projekt scheiterte jedoch.
Quelle: Wikipedia, Lindentunnel
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Landkarte:

Südliche Berliner Vorortbahn (SBV) / Große Berliner Straßenbahn (GBS)

Externer Link zu OpenStreetMap: Landkarte der Umgebung am Lindentunnel
Quelle: Bauwelt 44 von 1914 - Lizenz: Gemeinfrei

Hinweis:

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