Springt zur Strecke 9540: Garmisch-Partenkirchen - Grainau - Schneefernerhaus/Zugspitzblatt (Bayrischen Zugspitzbahn Bergbahn AG, Spurweite 1.000 mm) [Streckenübersicht]  [Impressum] [Sitemap] [Bilder] [Landkarte] [Geschichte] [Fenster schließen] Springt zur Strecke 9581: Gotteszell - Viechtach (-Blaibach/Oberpfalz) [- Miltach - Cham/Oberpfalz] (Regentalbahn)

Tunnelportale


Bilder der Strecke: 9570 (KBS 11030 / KBS 1051)

7 Tunnel (324 Meter)Tunnel 1  Tunnel 2  Tunnel 3  Tunnel 4  Tunnel 5  Tunnel 6  Tunnel 7 

(Brannenburg/Inn -) Mitteralm - Wendelstein (Wendelstein GmbH, Spurweite 1.000 mm)

Etwa 200 Meter unterhalb der Bedarfshaltestelle Mitteralm wurde im Bereich der Hochsalwand im Herbst 2012 eine weitere Lawinengalerie errichtet. Rund eine Million Euro kostete der Bau der etwa 40 Meter langen Galerie, die auf Betonfundamenten steht und einen Stahlaufbau aufweist. Das Dach wurde mit Lärchenholz eingedeckt.

Oberhalb der Bedarfshaltestelle Mitteralm gibt es drei weitere Lawinengalerien, die erste Galerie ist etwa 30 Meter lang. Darauf folgt nach weiteren 30 Metern die zweite Galerie, diese hat eine Länge von etwa 85 Metern. Die dritte Galerie hat eine Länge von etwa 75 Metern und besteht zum Teil aus Beton.

Insgesamt weist die Wendelsteinbahn zehn Galerien, sieben Tunnel und dreizehn Brücken sowie aufwändige Stützmauern auf.

Tunnel 1  [RO]  (BY)

Talseitiges Portal des Tunnels 1 (Foto: Karlheinz Dörner)

Länge:
34 Meter

Streckenteil:
Mitteralm - Wendelstein

Lfd-Nr, Direktion:
3012, WStB-1

Seite/Quadrant:
112 A
116 B2

bei km:
~ 8

Bergseitiges Portal des Tunnels 1
Talseitiges Portal, vom Haltepunkt Mitteralm
(Februar 2007) (Foto: Karlheinz Dörner)
Blick von oben
bei Google Maps
Bergseitiges Portal, vom Bergbahnhof Wendelstein

Tunnel 2  [RO]  (BY)

Talseitiges Portal des Tunnels 2 (Foto: Karlheinz Dörner)

Länge:
40 Meter

Streckenteil:
Mitteralm - Wendelstein

Lfd-Nr, Direktion:
3013, WStB-2

Seite/Quadrant:
112 A
116 B2

bei km:
~ 8

Bergseitiges Portal des Tunnels 2
Talseitiges Portal, vom Haltepunkt Mitteralm
(Februar 2007) (Foto: Karlheinz Dörner)
Blick von oben
bei Google Maps
Bergseitiges Portal, vom Bergbahnhof Wendelstein

Tunnel 3  [RO]  (BY)

Talseitiges Portal des Tunnels 3 (Foto: Karlheinz Dörner)

Länge:
50 Meter

Streckenteil:
Mitteralm - Wendelstein

Lfd-Nr, Direktion:
3014, WStB-3

Seite/Quadrant:
112 A
116 B2

bei km:
~ 8

Bergseitiges Portal des Tunnels 3
Talseitiges Portal, vom Haltepunkt Mitteralm
(Februar 2007) (Foto: Karlheinz Dörner)
Blick von oben
bei Google Maps
Bergseitiges Portal, vom Bergbahnhof Wendelstein

Tunnel 4  [RO]  (BY)

Talseitiges Portal des Tunnels 4 (Foto: Karlheinz Dörner)

Länge:
30 Meter

Streckenteil:
Mitteralm - Wendelstein

Lfd-Nr, Direktion:
3015, WStB-4

Seite/Quadrant:
112 A
116 B2

bei km:
~ 8

Bergseitiges Portal des Tunnels 4
Talseitiges Portal, vom Haltepunkt Mitteralm
(Februar 2007) (Foto: Karlheinz Dörner)
Blick von oben
bei Google Maps
Bergseitiges Portal, vom Bergbahnhof Wendelstein

Tunnel 5  [RO]  (BY)

Talseitiges Portal des Tunnels 5 (Foto: Karlheinz Dörner)

Länge:
16 Meter

Streckenteil:
Mitteralm - Wendelstein

Lfd-Nr, Direktion:
3016, WStB-5

Seite/Quadrant:
112 A
116 B2

bei km:
~ 8

Bergseitiges Portal des Tunnels 5
Talseitiges Portal, vom Haltepunkt Mitteralm
(Februar 2007) (Foto: Karlheinz Dörner)
Blick von oben
bei Google Maps
Bergseitiges Portal, vom Bergbahnhof Wendelstein
 
Dazwischen befindet "Hohe Mauer" und die Kesselgalerie, hier ein Blick von oben.

Tunnel 6  [RO]  (BY)
Wird auch Schwaigerwand-Tunnel genannt

Talseitiges Portal des Tunnels 6 (Foto: Karlheinz Dörner)

Länge:
119 Meter

Streckenteil:
Mitteralm - Wendelstein

Lfd-Nr, Direktion:
3017, WStB-6

Seite/Quadrant:
112 A
116 B2

bei km:
~ 9

Bergseitiges Portal des Tunnels 6 (Foto: Karlheinz Dörner)
Talseitiges Portal, vom Haltepunkt Mitteralm
(Dezember 2006) (Foto: Karlheinz Dörner)
Blick von oben
bei Google Maps
Bergseitiges Portal, vom Bergbahnhof Wendelstein
(Dezember 2006) (Foto: Karlheinz Dörner)

Tunnel 7  [RO]  (BY)

Talseitiges Portal des Tunnels 7 (Foto: Karlheinz Dörner)

Länge:
35 Meter

Streckenteil:
Mitteralm - Wendelstein

Lfd-Nr, Direktion:
3018, WStB-7

Seite/Quadrant:
112 A
116 B2

bei km:
9,9

Bergseitiges Portal des Tunnels 7 (Foto:Karlheinz Dörner)
Talseitiges Portal, vom Haltepunkt Mitteralm
(Dezember 2006) (Foto: Karlheinz Dörner)
Blick von oben
bei Google Maps
Bergseitiges Portal, vom Bergbahnhof Wendelstein
(Dezember 2006) (Foto: Karlheinz Dörner)

Geschichte:

Geheimer Kommerzienrat Dr. h.c. Otto von Steinbeis, Denkmal an der Rosenheimer Straße in Brannenburg (Foto: Christian Handrich)
Geheimer Kommerzienrat Dr. h.c. Otto von Steinbeis, Denkmal an der Rosenheimer Straße in Brannenburg
(Fotografiert im Juni 2008 von Christian Handrich)
 
Der Bau der Wendelsteinbahn, einer elektrischen, meterspurigen Zahnradbahn, die auch einige Adhäsionsabschnitten enthält, betrieben mit Strom aus Wasserkraft, war die Vision des Geheimen Kommerzienrates Dr. h.c. Otto von Steinbeis, der von 1839 bis 1920 lebte, ein Industrieller, der neben Betrieben der Forst- und Landwirtschaft im Voralpenland, Holzeinschlag in Bosnien im großen Stil betrieb und parallel dazu ein ausgedehntes Kleinbahnnetz aufbaute. 1908 veröffentlichte er seine Pläne, im Februar 1910 setzte Prinzregent Luitpold seine Unterschrift auf die Konzessions-Urkunde zum Bau der Wendelstein-Zahnradbahn. Baubeginn war nach Überwindung diverser Widerstände und Schwierigkeiten Ende März 1910. Die Baukosten betrugen circa 3 Millionen Goldmark, nach heutigem Maßstab etwa 15 Millionen Euro. Mitte Mai 1912 befuhr der erste Zug die Strecke und Ende Mai wurde die Bahn feierlich eingeweiht. Die Wendelsteinbahn ist damit die älteste Zahnradbahn Bayerns, die älteste aktive Zahnradbahn Deutschlands ist jedoch die Mitte Juli 1883 in Betrieb genommene Drachenfelsbahn.

Über zwei Jahre waren rund 800 Arbeiter überwiegend aus Kroatien und Italien im Einsatz, um unter schwersten Bedingungen die 9,95 km lange, von Brannenburg aus weitestgehend über die Ostseite des Berges führende Strecke mit einer Vielzahl von Kunstbauten (7 Tunnel, 10 Galerien und 13 Brücken) zu errichten. Um den Bahnbetrieb auch im Winter aufrechterhalten zu können, wählte man statt der naheliegenden leichteren Route an den Abhängen der Mitter- und Reindler Almen die schwierigere Trasse, die an den steilen Felswänden des Wildalpjochs und des Soin entlangführt. Dieser Weg musste dem Berg buchstäblich abgerungen werden. Allein für die so genannte "Hohe Mauer", einem 127 Meter langen und 17 Meter hohen, auch heute noch beeindruckenden Damm kurz vor dem Bergbahnhof, benötigte man 10.000 Kubikmeter behauenes Gestein. Insgesamt kamen 35 Tonnen Sprengstoff zum Einsatz. Die bis 1961 9,95 km lange Strecke wies eine Fahrzeit von 75 Minuten auf. Zunehmender Individualverkehr machte es ab 1961 notwendig, zwischen dem Bahnhof Brannenburg und dem heutigen Talbahnhof im Brannenburger Ortsteil Waching auf die Gleisführung, die die Bundesstraße kreuzte, zu verzichten. Die Fahrzeit verkürzte sich hierdurch um 20 Minuten bei einer Streckenlänge von nunmehr 7,66 km, allerdings verlor man mit dieser Maßnahme den Anschluss an das Bahnnetz der DB.

  Externer Link zu: Wendelsteinbahn bei Wikipedia
In den Folgejahren wurde deutlich, dass ein rentabler Betrieb der Bahn nicht aufrechterhalten werden konnte, daher errichtete man 1970 die vom Bayrischzeller Ortsteil Osterhofen zum Wendelsteingipfel führende Wendelstein-Seilbahn, die langfristig die Zahnradbahn ablösen sollte. Man erkannte jedoch noch rechtzeitig die Anziehungskraft der Zahnradbahn für den langsam zunehmenden Tourismus und erhielt den Betrieb weiterhin aufrecht.

Mit Hilfe des Freistaates Bayern, der Anliegerkommunen, des Landkreises Rosenheim und der Muttergesellschaft Lechwerke AG begannen 1987 die 17 Millionen DM kostenden Modernisierungsmaßnahmen. Nach deren Abschluss 1991 betrug die Kapazitätssteigerung nahezu 100 %, die Fahrzeit verringerte sich dank zweier moderner Doppeltriebwagen auf 20 Minuten für die Bergfahrt und auf 30 Minuten für die Talfahrt, die Züge fahren seither im Halbstundentakt. Heute arbeiten bei der Zahnradbahn noch etwa 20 Mitarbeiter, doch ist die Bahn immer noch auf Ausgleichszahlungen angewiesen.

Rückseite des Denkmals an der Rosenheimer Straße in Brannenburg (Foto: Christian Handrich)  
Neben der Wendelstein-Zahnradbahn gibt es in Bayern nur noch eine weitere Zahnradbahn, die Bayerische Zugspitzbahn.

Details

Button  Streckenlänge bei Inbetriebnahme: 9,95 km
Button  Seit 1961: 7,66 km, davon sind 6,15 km Zahnstangenabschnitte
Button  Streckenlänge Abzweigweiche - Lokschuppen: 0,589 km
Button  Größte Steigung: 23,7 Prozent
Button  Spurweite: 1.000 mm, System Strub
Button  Talbahnhof Brannenburg/Waching: 506 Meter über NN
Button  Bergbahnhof Wendelsteinhaus: 1.723 Meter über NN
Button  Höhenunterschied: 1217,27 Meter

Rückseite des Denkmals an der Rosenheimer Straße in Brannenburg
(Fotografiert im Juni 2008 von Christian Handrich)
Quelle: Wikipedia, Wendelsteinbahn
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Landkarte:

(Brannenburg/Inn -) Mitteralm - Wendelstein (Wendelstein GmbH, Spurweite 1.000 mm)

Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958

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